Die Kraft eines einfachen Reset
Zwei Wochen nach den Sommerferien habe ich das Gefühl, meinen Rhythmus immer noch irgendwie wiederzufinden.
Der Kalender füllt sich, die Morgen werden hektischer und der Alltag hat definitiv wieder begonnen. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass damit auch all die Routinen zurückkehren, die uns guttun.
Für mich ist das Kochen eines dieser Dinge. Nach einem Sommer, in dem ich viel auswärts gegessen und sehr wenig Zeit in meiner eigenen Küche verbracht habe, freue ich mich tatsächlich wieder darauf, zu kochen und zu backen.
Vielleicht kann genau das ein Neustart sein.
Kein dramatischer Neuanfang. Keine neue Diät, keine perfekte Morgenroutine oder eine lange Liste von Dinge, die man ändern muss.
Nur ein kurzer Moment, um bei mir einzuchecken.
Was stimmt gerade nicht ganz?
Für mich beginnt ein Neuanfang oft damit, die kleinen Dinge wahrzunehmen.
Schlafe ich genug?
Bewege ich mich regelmäßig?
Koche und esse ich so, wie ich es normalerweise mag?
Verbringe ich zu viel Zeit an meinem Handy?
Habe ich an meinem Tag genug Momente, in denen ich mich nicht hetze?
Normalerweise kenne ich die Antworten bereits.
Und was noch wichtiger ist, ich weiß normalerweise, was mich besser fühlen lässt.
Fange klein an
Wir neigen dazu zu glauben, dass Veränderung einen großen Plan braucht.
Aber wenn es darum geht, Gewohnheiten aufzubauen, sind Wiederholung und Beständigkeit von Bedeutung. Die Dinge, die wir regelmäßig und in einem vertrauten Rhythmus tun, sind oft diejenigen, die sich leichter aufrechterhalten lassen.
Anstatt also alles zu ändern, gefällt mir die Idee sich zu fokussieren auf ein oder zwei Dinge..
Geh wieder spazieren am Morgen.
Kochen wieder unter der Woche.
Leg das Handy öfter weg.
Fang wieder mit Yoga an.
Geh eine halbe Stunde früher ins Bett.
Nichts Revolutionäres.
Einfach etwas, das dir das Gefühl gibt, wieder ein bisschen mehr du selbst zu sein.
Zurück zu dem, was funktioniert
Vielleicht liegt darin die wahre Kraft eines Neustarts.
Es muss nicht darum gehen, eine bessere Version von dir selbst zu werden.
Manchmal geht es einfach darum, zu den Dingen zurückzukehren, von denen man bereits weiß, dass sie gut für einen sind.
Keine Perfektion.
Nicht alles neu machen.
Kein Druck, alles auf einmal zu machen.
Nur ein paar kleine Entscheidungen, die dich wieder ins Gleichgewicht bringen.
Lesenswert
Wenn du dich etwas intensiver mit der Idee kleiner Veränderungen befassen möchtest, James Clears Atomic Habits ist inzwischen wahrscheinlich eines der bekanntesten Bücher zu diesem Thema, aber definitiv immer noch lesenswert.
Was mir daran gefällt, ist die Einfachheit der Idee: Sinnvolle Veränderung muss nicht mit großen Zielen beginnen. Sie kann mit kleinen Handlungen beginnen, die realistisch genug sind, um Teil des Alltags zu werden.
Und das ist für mich der eigentliche Sinn eines einfachen Neustarts.
Bis zum nächsten Mal,
Stef 🍃